Wie bei uns alles anfing - eine kurze Einführung
Dieser Internetauftritt widmet sich der persönlichen Geschichte, wie wir (Silvia und Volker, beide Anfang 50) ohne zu Hungern und ohne Wundermittel abnehmen. In den ersten 6 Wochen haben wir immerhin schon 5 bis 6 kg verloren. Und es geht weiter abwärts mit dem Gewicht und aufwärts mit der Stimmung.

Dicker und dicker trotz gesunder Ernährung und Bewegung
Seit Jahren stellten meine Frau und ich fest, dass wir langsam aber sicher jedes Jahr um zwei oder drei kg zulegten, obwohl wir etwas Sport trieben und uns mit all zu fetten Gerichten zurückhielten. Vor zehn Jahren hatten wir auch mal einen von unserer ehemaligen Krankenkasse finanzierten Informationsabend über die richtige Ernährung besucht. Dort hieß die einleuchtende Devise der vortragenden Ernährungswissenschaftlerin "Fett macht fett". Gleich nach diesem Abend vermieden wir in unseren Mahlzeiten Fett wie der Teufel das Weihwasser. Und die Methode funktionerte. Nach ein paar Wochen nahmen meine Frau und ich jeweils 3 kg ab. Allerdings schmeckte uns das Essen nicht sonderlich, ich litt unter permanenten Hunger und zu guter letzt wurde mein heiteres Gemüt auch noch gedämpft. Nach diesem Experiment gab ich diese Methode auf und fiel in meine normalen Essgewohnheiten wieder zurück. Selbstverständlich nahm ich wieder etwas zu.
Sport hält fit und man bleibt dick
Eine Zeit lang trainierte ich für eine große Wandertour durch die schwedische Wildniss und joggte jeden Tag bis zu einer Stunde. Meine Kondition verbesserte sich drastisch und meine Figur wirke sportlicher. Aber ich nahm kein Gramm ab, denn Muskulatur wiegt bekanntlich schwerer als Fett. Allerdings hielt ich diese Extrembelastung, die zudem auf Dauer nicht gesund ist, nicht lange durch und ich nahm wieder eins bis zwei kg pro Jahr zu. Als ich dann im Alter 50 Jahren bei einer Körpergröße von 185 cm bei 106 kg angekommen war, wusste ich, dass es so nicht weitergehen darf. Vor zehn Jahren hatte ich noch ein Idealgewicht von 85 bis 90 kg. Manche Autoren schreiben ja, es sei ein Zeichen guter Gesundheit, wenn man jedes Jahr etwas zunimmt. Anscheinend ist das völlig normal bei ganz normalen Büromenschen wie uns. Aber damit wollte ich mich nicht zu Frieden geben. Angesichts meiner zu hohen Blutfettwerte und meines zu hohen Blutdruckes fand ich diese Argumentation zudem nicht hilfreich. Abgesehen davon wurde ich wegen des Bauchumfangs immer unbeweglicher. Die Hosen hatten wegen meines Tailenumfangs keinen Halt und neigten zum Rutschen. Mit dem Gedanken Hosenträger zu tragen, konnte ich mich nicht anfreuden. Warum werden Menschen in den reichen Industrienationen immer dicker, obwohl gleichzeitig der Schlankheitswahn um sich greift und sich jede Wunder-Diät meines Wissens als Flop herausgestellt hat?
Abnehmen und sich dabei trotzdem satt und zu Frieden fühlen
Da kam vor einiger Zeit unsere mollige Nachbarin auf uns zu und berichte voller Stolz in knapp 3 Monaten ohne zu Hungern 10 kg abgenommen zu haben, weil ihr Arzt das Abnehmen auf Grund ihrer Gelenkbeschwerden dringend angeraten hat. Darauf fragten wir sie, wie sie das gemacht hätte? "So wie es mein Arzt empfohlen hat." war die Antwort. "Kaum Zucker und Kohlenhydrate, dafür um so mehr Fett, denn Fett regt die Fettverbrennung an.", war die Antwort, die uns paradox vorkam. Selbst mehr oder weniger stark kohlenhydrathaltige Lebensmittel wie Reis, Mohrrüben, Kartoffeln und vor allen Dingen Getreideprodukte waren verboten. Damit waren automatisch alle Brotsorten und Nudelgerichte tabu. Der Satz "Gib uns unser täglich Brot" ist doch so tief in unserer Kultur verankert und nun soll das auf einmal verboten sein? So eine einseitige Ernährung kann doch niemals gesund sein. Im Internet forschten wir nach der These "Fett verbrennt fett" und entdeckten, dass diese Methode und ihre zahlreichen Varianten schon vor über 100 Jahren von Ärzten mit Erfolg ausprobiert worden war. Immer wieder gab es insbesondere in den USA Modewellen, welche diese Ernährungsform propagierten, jedoch nach ein paar Jahren wieder abebbten. Auf jeden Fall ist diese Methode nach wie vor unter Fachleuten umstritten und wer zum Beispiel Probleme mit seiner Leber oder seinen Nieren hat, soll von dieser Ernährung Abstand nehmen, ist die einhellige Meinung. Aber wie ergeht es solchen Menschen, die diese genannten Probleme nicht haben? Unsere Nachbarin berichtet nämlich zu unserem Erstaunen, dass sie vor der Ernährungsumstellung kurz davor stand, auf Diabetis behandelt zu werden. Dieses Problem hat sie nun los, was eigentlich nicht verwundert, da sie kaum Zucker und Kohlehydrate zu sich nimmt. Was uns aber sehr erstaunt hat, ist, dass ihre Cholesterin- und Bluttfettwerte sich so gebessert haben, dass sie dagegen keine Tabletten mehr nehmen braucht. Und dies, obwohl es zum Frühstück bei ihr obligatorisch Spiegeleier mit Speck gibt. Ganz nebenbei hat sich auch ihr Blutdruck, der zu hoch war, normalisiert. Selbstverständlich fühlt sie sich mit 10 kg beweglicher, unternehmungslustiger und buchstäblich erleichtert. Um "den kleinen Hunger zwischendurch" zu stillen, greift sie nicht zum Gesundheits-Müsli-Riegel sondern zu einem hardgekochten Ei mit einem ordentlichen Schlag Mayonaise oder möglichst fettreichen Käse. Bei dieser Vorstellung werden viele Leser wohl nur den Kopf schütteln, da doch Fett eine Kalorienbombe mit besonders vielen Kalorien darstellt.
Essen wie die Jäger und Sammler nach der Logi-Methode
Wie kann das sein, das diese Methode, die das traditionelle Weltbild der Ernährungswissenschaft in Frage stellt, zumindestens bei vielen Menschen die Gesundheit und das Abnehmen fördert, ohne das die Lebensfreude wegen starker Hungergefühle darunter leidet? Einen Erklärungsversuch habe ich auf der Seite http://www.logi-methode.de/ des durch TV-Auftritte bekannt gewordenen Ernährungswissenschatlfers Dr. Nicolai Worm gefunden. Demnach richten sich seine empfohlenen Ernährungsrichtlinien nach dem Speiseplan, welcher dem Menschen als Jäger und Sammler zur Verfügung stand. Vor etwa 8000 Jahren, einer Zeitspanne, die in der Geschichte der Evolution einem Wimpernschlag gleich kommt, fing der Mensch mit dem Getreideanbau an und seit etwa 100 Jahren steht dem Menschen in den Industrieländern Zucker als Billigprodukt in rauhen Mengen zur Verfügung. In Zusammenhang mit mangelnder Bewegung sind die Folgen bekannt: Übergewicht und die in den Industrie- und Schwellenländern tickende Zeitbombe Diabetes. Die Menschen hatten einfach keine Zeit sich an diese durch den Ackerbau bedingte Ernährungsumstellung zu gewöhnen. Deshalb fordert die Logi-Methode eine Ernährung reich an Eiweiß und Fett, die durch ballaststoffhaltige Gemüsesorten ergänzt wird. Mit Zucker und Kohlenhydraten ist sparsam umzugehen. Wer sich weitgehend wie die Menschen der Vorzeit ernährt, nimmt nicht nur alle notwendigen Nährstoffe und Vitamine zu sich, sondern nimmt auch bis zum Idealgewicht langsam aber stetig ab, so die Behauptung der Logi-Methode. Mit Sicherheit bekommt man auch weniger Probleme mit Karies, denn Ausgrabungen haben gezeigt, dass die Zahnschäden mit der Einführung des Getreideanbaus sprunghaft angestiegen sind.
Low-Carb, Atkins und GI-NOLL!
Die Logi-Methode ist übrigens laut http://de.wikipedia.org/wiki/Logi-Methode eine Weiterentwicklung einer kohlenhydratreduzierten Ernährungsform, die an der Harvard-Universitätsklinik ursprünglich für fettleibige Kinder konzipiert worden ist. Wer weiter in Wikipedia forscht, wird früher oder später auf die Seite http://de.wikipedia.org/wiki/Low-Carb über Low-Carb stoßen. Low-Carb steht für "wenige Kohlenhydrate" und ist ein Sammelbegriff für Diätformen, die eine mehr oder weniger starke Reduktion des Kohlenhydratanteils empfehlen. Eine in dieser Richtung radikale Diät ist z.B. die umstrittene Atkins-Diät http://de.wikipedia.org/wiki/Atkins-Di%C3%A4t nach dem Arzt Dr. Robert Atkins, bei der fast nur Fett gegessen werden soll. Fast so ähnlich und nicht weniger radikal ist die in Schweden beliebte und als Warenzeichen geschützte GI-NOLL!-Methode. Dessen Begründer Sten Sture Skaldeman wirbt auf seinen Büchern damit von seinen 145 kg nur noch 80 kg zu wiegen. Auf seiner schwedischsprachigen Seite http://www.skaldeman.se/ ist seine Erscheinung vorher und nachher zu sehen, wenn man mit der Maus über die Abbildung seiner Person fährt.
Fett macht satt und Süßes macht Hunger auf noch mehr Süßes
Fett ist bekanntlich eine extrem kalorienreiche Kost. Nach wie vor gilt der naturwissenschaftlich unumstritten Grundsatz, dass nur eine kalorienreduzierte Kost zur Gewichtsabnahme führen kann, wobei es fast egal ist, woher die Kalorien kommen. Warum soll dann das Abnehmen ausgerechnet mit der Kalorienbombe Fett funktionieren? Offenbar ist es so, dass Fett zu einer vorzeitigen natürlichen Sättigung führt, ehe wir zu viel davon essen und dick werden. Bei Kohlenhydraten und damit auch bei Zucker sieht es anders aus. Der Mensch hatte keine Zeit sich an das heutige Überangebot dieser Leckereien aus Backwaren und Süßigkeiten anzupassen und kann einfach nicht genug davon bekommen. Es fehlt die Essbremse. Viele kennen die Situation trotz des aller guten Vorsätze es nicht bei einem Stück Schockalade belassen zu können sondern ruckzuck die ganze Tafel zu verputzen. Als Jäger und Sammler war das sicher von Vorteil Süßes hemmungslos in sich hineinzustopfen. Süßes war so oder so Mangelware und im Herbst konnte man sich mit so vielen süßen Früchten wie nur möglich einen Winterspeck zulegen, der die Überlebenschance in der harten Jahreszeit erhöhte.
Mit Zucker den Umsatz steigern
Die Lebensmittelindustrie hat diesen Umstand bewusst oder unbewusst erkannt. Wenn wir durch einen durchschnittlichen Lebensmittelladen streifen, werden wir feststellen, dass ein Großteil der Regalflächen für vorfabrizierte Lebensmittel reserviert sind, die mit Zucker oder Stärke angereichert sind. Neulich hatte ich eine Flasche Salatsoße in der Hand, die mit ihrem geringen Fettgehalt warb aber aus 15% Zucker bestandt. Zucker ist ein kostengünstiger Umsatzmotor.
Abgespeist: Wer von angeblich besonders gesunder Fertignahrung genug hat, sollte http://www.abgespeist.de einen Besuch abstatten und dort auf die Ausrufezeichen klicken, welche sich auf den Produktdarstellungen befinden. Dort ist unter http://www.abgespeist.de/actimel/index_ger.html ein besonders schönes Beispiel der Verführungskunst und erfolgreicher Werbung erklärt.

